Hallo, ich bin Dorte.

Mein Weg zur Achtsamkeit

Es ist interessant, wie unterschiedlich dir Türen sind, durch die Menschen zur Achtsamkeit finden. 

In meiner Studentenzeit führte mich mein Weg zur Uni an einem Haus vorbei, dessen weiß getünchte Außenwand ein Schild mit der Aufschrift „Zentrum für Yoga und Meditation“ zierte. Yoga kannte ich schon, gab es auch beim Uni-Sport, aber das Wort „Meditation“ weckte in meinem Inneren Bilder von in wallende Gewänder gehüllten Geistlichen, die in einer Art Geheimbund ihre rituellen Handlungen vollzogen, von denen eine eben die Meditation war.

Meine Tür zur Achtsamkeit war ein Kurs, den ich besuchte, weil er versprach, dass man sein Gedankenkarrussell beruhigen könnte. Auf dem Flyer, den ich im Wartezimmer eines Arztes aus dem Kartenständer gefischt hatte, wurden sicher noch Reihe anderer Dinge versprochen, aber DAS war es, wonach ich mich sehnte. Das ging in Resonanz.

Ich lief nämlich zu der Zeit als Studentin mit 3 Nebenjobs mit einer etwas unpraktischen Mischung durch die Welt:

  • Ich liebte die Wissenschaft, das Lernen, das Denkendenkendenken….
  • Ich war suuuuuper-beschäftigt und musste ständig auch gedanklich hin und her springen zwischen Uni und meinen Jobs.
  • Ich hatte einen Hang zum Melancholischen und zum Grüblerischen, und wenn ich nicht über Bildungstheorien oder Sonatenhauptsatzformen nachdachte, sinnierte ich halt über das Leben oder was sich sonst so zergrübeln ließ.
  • Die einzigen Momente, in denen ich ganz bei mir war und nicht von meinen wilden Gedankensprüngen mitgerissen wurde, hatte ich in meiner Musik. Dieser Sping-Gedanken-Modus und die Präsenz und Zentriertheit beim Musizieren, das schienen mir zwei verschiedene Welten, und ich dachte, das ist halt so. Entweder – oder. 
  • Zudem war ich aufgrund meiner extreeeeemen Geräuschempfindlichkeit oft nervlich überreizt und angespannt und fühlte mich von der Flut an Sinneseindrücken, die ein ganz normaler Tag so mit sich bringt, oft sehr erschöpft.

Als mir irgendwann der schon etwas abgegrabbelte Flyer bei dem Versuch, meinen Schlüssel aus dem Bermudadreieck meiner Handtasche zu fischen, wieder in die Hände fiel, lockte mich die Verheißung eines ruhigen, aufgeräumten, stillen Geistes wie der Gesang der Sirenen die Schiffahrtsleute.

Der Moment, als ich die Nummer wählte und sich eine so unfassbar warmherzige Stimme meldete, dass ich auf „keine weiteren Fragen“ plädierte, das war meine Tür zur Achtsamkeit.

Dass meine erste Achtsamkeitslehrerin eine so wunderbare, weise und erfahrene Frau war, die mich auch mit einer besonders achtsamen Form der Biografie-Arbeit in Kontakt brachte, gehört zu den ganz großen Geschenken meines Lebens.

Mein Leben mit Achtsamkeit und Meditation

So toll der Start für mich war, ich tat mich am Anfang schwer damit, wirklich bei der Stange zu bleiben. Was in Seminaren und Workshops leicht war, rutschte im Alltag doch immer wieder weg, und es dauerte einige Jahre, bis Achtamkeit erst zu einer täglichen Routine und dann zu einer Lebenshaltung wurde.

Aber: Mein Inneres wurde ruhiger, ich fand es ziemlich schnell ziemlich gut, dass ich dieses Gedanken-Karrussell tatsächlich beeinflussen konnte.

Vorher dachte ich immer: „Es denkt in mir.“  Und plötzlich konnte ich meine Gedanken beobachten und ziehen lassen. Und ich konnte die Stille in mir jederzeit aufsuchen.

Momente der totalen Präsenz waren nicht mehr der Musik vorbehalten.

Aber auch wenn mich dieser zerknitterte Flyer hauptsächlich zum Gedanken-Karrussell-Beruhigen einladen wollte:

Rückblickend staune ich oft über die vielen positiven Veränderungen, die sich in naehzu allen Lebensbereichen nach und nach eingestellt haben.

Achtsamkeit und Muttersein

Als ich Mutter wurde, lernte ich meine Achtsamkeitsroutine noch mehr schätzen, denn du weißt ja, dass der Alltag mit Kindern uns manachmal an unsere Grenzen bringen kann. Ganz ehrlich: Ich glaube, man hätte mich als junge Mutter VOR meiner Begegnung mit Achtsamkeit und Meditation echt schnell abheften können…

Die vielen kleinen Übungen und die Kompetenzen hinsichtlich Selfcare und Selbstmanagement, die halfen mir sehr, eine entspannte und weitgehend gelassene Mama für meinen Sohn zu sein.

Und ich kann dir sagen: Jetzt gerade lebe ich mit einem pubertierenden Teenager unter einem Dach und bin so DERMASSEN dankbar für die Geschenke von Achtsamkeit und Meditation in meinem Leben. (Und in diesem Fall bin ich überzeugt: Es ist ein Geschenk für mich UND für meinen Sohn. Das nur in Klammern, aber überhaupt nicht am Rande…)

Alles, was du tust und auch das, was du NICHT tust, macht einen Unterschied, und du musst entscheiden, welche Art von Unterschied du machen möchtest.

Achtsamkeit und meine Mission

Ob im Studium, in meinen verschiedenen beruflichen Kontexten und Weiterbildungen, ob in meinen privaten Erfahrungsfeldern oder in der Beobachtung von Alltagssituationen, immer wieder galt und gilt mein Interesse der Frage:

Was brauchen Menschen – und insbesondere kleine Menschen, also Kinder -, damit sie sich gesund entwickeln können?

Ich forsche, lese, übe, beobachte seit über 20 Jahren zu diesem Thema und habe so einiges herausgefunden, erfahren und gelernt. Es ist mir eine Freude, mein ganzes geballtes Fach- und Erfahrungswissen anderen Eltern zur Verfügung zu stellen!

Ich sprach natürlich auch viel mit Freundinnen, die Kinder hatten, über Achtsamkeit und Meditation. Es zeigte sich, dass gängige Kurse sich nicht gut in die Lebensumstände junger Eltern mit kleinen Kindern fügten. Denn mal ehrlich: Wer kann schon mit Kleinkindern wöchentlich zweieinhalb Stunden für Kurszeiten und täglich 45 Minuten für Übungen zu Hause erübrigen?

Aus meinem Wunsch, das Geschenk der Achtsamkeit zu teilen, entstand die Idee, Angebote für eine familienbezogene Achtsamkeit zu entwickeln.

Alltagskompatibel. Direkt anwendbar. Unterstützend. Eine Ressource, die gute Eltern noch besser macht und ganze Familiensysteme entspannt.

Die Idee zu MINDFAM war geboren.

Gründung der Mindful Family® School

Mir ist es ein Anliegen, Familien zu stärken, damit Eltern inmitten der ganzen Herausforderungen, die das Leben an sie stellt, glücklich und gesund bleiben und ihren Kindern ein liebevolles Entwicklungsfeld bieten können.

Das große Geschenk, das eine familienbezogene Achtsamkeitspraxis sein kann, möchte ich mit so vielen Menschen wie möglich teilen.

Und ich liebe es, mit meinem Wirken diese Welt zu einem schöneren Platz für Kinder zu machen. Denn Kinder, die mit achtsamen Eltern in liebevollen Familien aufwachsen, können glücklich, frei und selbstbestimmt in das Leben hineinschwingen und werden würdevoll ihren Platz einnehmen, von dem aus sie in der Welt wirksam werden wollen.

Ich habe die Mindful Family® School gegründet, um Eltern wie dich zu inspirieren.

Familie darf Spaß machen. Elternsein kann so erfüllend sein und ist die verantwortungsvollste Rolle, die du haben kannst auf dieser Welt.

Kinder brauchen bewusste Eltern, die das Leben, die Welt, die Menschen und sich selbst lieben. In der Mindful Family® School dreht sich alles um ein achtsames Elternsein.

Achtsame Eltern – glückliche Kinder. Get involved. Mind your family!

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